Wochenende der schnellen Beine in München
Die Landshuter Teilnehmer bei den Kopf-an-Kopf-Sprints am sonnigen Samstag im Riemer Park.
OLV-Nachwuchs obenauf: Doppelsieg für Simon Schorr vor Severin Eid bei den Sprints in M 12.
Platz vier dahoam: Alexander Hergert lief beim Munich City Race in M 40 nur knapp am Podest vorbei.
In München stand das vergangene Wochenende ganz im Zeichen des Orientierungslaufs. Zum zweiten Mal wurde in der bayerischen Landeshauptstadt das "Munich Orienteering Festival" ausgetragen, das in diesem Jahr über 700 Teilnehmer aus ganz Europa und darüber hinaus anzog. Während beim Sprint-Training im Westpark am Freitag der OLV Landshut noch nicht vertreten war, griffen die Landshuter Orientierer am sonnigen Samstag bei den Kopf-an-Kopf-Sprints im Riemer Park und am verregneten Sonntagmorgen beim City Race in der Innenstadt ins Geschehen ein und erzielten teils starke Ergebnisse. Eines hatten alle Läufe des Wochenendes gemeinsam: die orientierungstechnischen Herausforderungen hielten sich deutlich in Grenzen, die Bahnen waren vor allem laufbetont und erforderten somit hohes Tempo und physische Fitness.
Ein gänzlich neues Format präsentierten die Ausrichter von Endspurt Events dem internationalen Publikum am Samstag im Riemer Park: in kleinen Massenstartwellen zwischen drei und sechs Teilnehmern ging es bei bestem Frühlingswetter in drei Etappen auf jeweils ungegabelte Bahnen durch das weitgehend flache Parkgelände und die benachbarten Wohnanlagen. Gegnerkontakt und taktisches Geschick waren damit neben schnellem Laufvermögen gefragt, um möglichst viele Platzierungspunkte im direkten Vergleich einzusammeln. Die Gesamtwertung wurde ermittelt aus den erzielten Punkten und danach die benötigte Zeit.
Hervorragend in Szene setzen konnte sich dabei der OLV-Nachwuchs: Simon Schorr lief in allen drei Durchgängen die Bestzeit in der als Einzelsprings ausgelaufenen Kategorie M 12 und gewann folgerichtig die Gesamtwertung souverän. Severin Eid machte mit zwei zweiten Etappenplätzen auch in der Gesamtwertund Rang zwei und damit den OLV-Doppelsieg perfekt. Ein starkes Ergebnis lieferte auch Oleksandra Parkhomenko, die in W 21 zwei ihrer Läufe gewinnen konnte und gute Sechste wurde. Galyne Petrenko lief in der gleichen Kategorie auf Platz elf der Gesamtwertung. Einen hervorragenden sechsten Rang in der Endabrechnung gab es auch für Alexander Hergert, der in M 40 ebenfalls zwei Läufe für sich entscheiden konnte. Mit je einem Laufsieg belegten Jana Ropertz in W 55 Gesamtrang 11 und Gerhard Werthmann in M 65 Gesamtplatz 15, während nach jeweils einem Fehlstempel in einem der drei Durchgänge Arndt Werthmann in M 75 mit Platz 11 und Vilhelm Lukács in M 40 mit Rang 61 vorlieb nehmen mussten. Ralph Körner ging in der Rahmenkategorie Offen an den Start und konnte mit einem Laufsieg dort den zweiten Gesamtplatz erringen.
Hinsichtlich der Witterung ein wahrliches Kontrastprogramm erwartete die Orientierungsläufer am Sonntagmorgen. Schwere graue Wolken und Regen begleiteten die Langdistanz durch die Münchner Innenstadt, die als Etappe zur City Race Euro Tour gewertet wurde. Ausgehend vom Odeonsplatz ging es dabei kreuz und quer durch das Zentrum Münchens. Die weiten Straßenzüge und das Fehlen verwinkelter Gassen machten auch diesen Wettbewerb zu einem sehr lauflastigen Event, bei dem es nicht allzu viele Routenwahlen zu lösen galt.
Hervorragende Beine hatte an diesem Tag Lokalmatador Alexander Hergert, der in seiner Heimatstadt in M 40 auf einen starken vierten Platz lief und damit das Podest nur knapp verpasste. In der gleichen Kategorie kam auch Vilhelm Lukács mit Rang 18 ins erste Viertel des Feldes. In M 65 kam die OLV-Senioren Gerhard Werthmann und Ralph Meißner auf den Plätzen 24 bzw. 34 ebenso im Mittelfeld ins Ziel wie in W 55 Jana Ropertz auf Rang 28. Ein starkes Rennen zeigte auch Mona Schwendemann in der Damenelite, wo sie als Achte in die Top Ten lief. Galyna Petrenko und Britta Meißner belegten die guten Plätze 15 und 17 im Mittelfeld. Anton Ryabkov kam in der Rahmenklasse Offen Kurz auf den 31. Rang.





